Herzlich willkommen

Die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V. (DGPR) begrüßt Sie recht herzlich. Wir sind eine medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaft für alle Bereiche der Prävention sowie der ambulanten und stationären Rehabilitation im Herz-Kreislaufbereich.

Die DGPR ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), des Deutschen Netzwerk Versorgungsforschung e.V. (DNVF), der Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V. (BVPG), korrespondierendes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) sowie kooptiertes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) - Deutscher Sportärztebund e.V.

- German Society for Prevention and Rehabilitation of Cardiovascular Disease -

Stellungnahme der DGPR, DGK, BNK sowie der DHS zum Beschluss der STIKO zur 3. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung

26.03.2021: Die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V. (DGPR), die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK), der Bundesverband Niedergelassener Kardiologen e.V. (BNK) als kardiologische Fachgesellschaften sowie die Deutsche Herzstiftung e.V. (DHS) als Patientenvertretung haben eine gemeinsame Stellungnahme zum Beschluss der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) zur 3. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung verfasst und dem Vorsitzenden der STIKO überstellt.

Darin wird zusammenfassend vorgeschlagen, dass Menschen mit schwerwiegenden kardiovaskulären Erkrankungen wie Koronare Herzerkrankung und insbesondere Herzinsuffizienz in die Priorisierungsgruppe 3 aufgenommen werden.

Download: Stellungnahme der DGPR, DKG, des BNK und der DHS zum Beschluss der STIKO zur 3. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung

Zwei weitere Arbeiten im Kontext der S3-Leitlinie zur kardiologischen im deutschsprachigen Raum Europas Deutschland, Österreich, Schweiz (D-A-CH) erschienen

Im Zuge der im Januar 2020 veröffentlichten S3-Leitlinie zur kardiologischen Rehabilitation im deutschsprachigen Raum Europas Deutschland, Österreich, Schweiz (D-A-CH) (https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/133-001.html) haben beteiligte Autoren nach mehreren Metaanalysen zwei weitere Arbeiten im European Journal of Preventive Cardiology veröffentlicht.

Eine Arbeit gibt auf Basis der bisherigen Studien und Register Empfehlungen zur Indikation und Durchführung einer kardiologischen Rehabilitation nach Operation oder Intervention an der Aorta. Zusammenfassend folgern die Autoren, dass die kardiologische Rehabilitation ein integrierter Bestandteil der Therapie von Patienten nach der Reparatur eines thorakalen Aortenaneurysmas oder einer Dissektion sein sollte, indem frühzeitig ein vorsichtig dosiertes Programm mit körperlicher Bewegung und begleitender ärztlicher Überwachung zur Kontrolle kardiovaskulärer Risikofaktoren begonnen wird, um eine unnötig verlängerte Immobilisation zu vermeiden. Weitere multizentrische Register oder kontrollierte Studien seien jedoch erforderlich, um zu validieren, ob diese Vorschläge sicher und effektiv sind und um die kardiologische Rehabilitation zu einer Standardempfehlung bei diesen Indikationen zu machen:

Schwaab B, Rauch B, Völler H, Benzer W, Schmid JP. Beyond randomised studies: recommendations for cardiac rehabilitation following repair of thoracic aortic aneurysm or dissection. Eur J Prev Cardiol. 2020 Jul 9: https://doi.org/10.1177/2047487320936782

Eine weitere Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob die virale Myokarditis eine „verbotene Indikation zur kardiologischen Rehabilitation“ ist. Gemäß den Empfehlungen der ESC sollten bei Patienten nach definitiver oder vermuteter viraler Myokarditis moderate oder hochintensive Übungen, einschließlich Leistungssport, nicht innerhalb von 3-6 Monaten nach vollständiger Genesung durchgeführt werden. Da der natürliche Verlauf der viralen Myokarditis in den meisten Fällen günstig ist, sollte das zentrale Ziel die Reintegration in das frühere soziale und berufliche Leben sein. Folglich sollte auch hier die trainingsbasierte kardiologische Rehabilitation ein integrierter Bestandteil des sektorübergreifenden Managements von Myokarditis-Patienten sein, wobei die Balance zwischen Rekonditionierung und einem engmaschig überwachten klinischen Verlauf von Fall zu Fall bewertet werden sollte. Laut den Autoren sind jedoch weitere Studien und multizentrische prospektive Register erforderlich, um zu validieren, ob der vorgeschlagene stratifizierte Ansatz in der klinischen Praxis sinnvoll und sicher ist. Dies sei umso wichtiger, als die aktuelle COVID-19-Pandemie die Prävalenz von viraler Myokarditis und den Bedarf an kardiologischer Rehabilitation durch spezialisierte Teams erhöhen könnte:

Schwaab B, Kindermann I, Bjarnason-Wehrens B, Preßler A, Niebauer J, Rauch B, Völler H, Reibis R. Viral Myocarditis – a forbidden indication for Cardiac Rehabilitation? Eur J Prev Cardiol. 2020 Dec: https://doi.org/10.1093/eurjpc/zwaa159

Förderbekanntmachungen des G-BA zu neuen Versorgungsformen

Ideenskizzen können eingereicht werden

Berlin, 17. März 2021: Der Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) hat eine themenoffene und eine themenspezifische Förderbekanntmachung zu neuen Versorgungsformen auf seiner Website veröffentlicht. In seine Entscheidung zu der themenspezifischen Förderbekanntmachung hatte der Innovationsausschuss Vorschläge aus dem Konsultationsverfahren zu Themen und zu Förderkriterien von externen Akteuren des Gesundheitswesens einbezogen. In folgenden Themenfeldern plant der Innovationsausschuss Projekte zu fördern:

  1. Weiterentwicklung der Versorgung durch Digitalisierung
  2. Interdisziplinäre oder sektorenübergreifende Versorgungsnetzwerke und -pfade
  3. Psychotherapeutische Versorgung vulnerabler Gruppen
  4. Prävention und Versorgung von schweren psychischen Erkrankungen
  5. Lehren aus der Covid-19-Pandemie für die Weiterentwicklung der Versorgung
  6. Ein guter Start ins Leben durch eine vernetzte Versorgung

Das zweistufige Förderverfahren sieht vor, dass sich Interessierte im ersten Schritt mit einer Ideenskizze bewerben. Auf Basis dieser Skizzen entscheidet der Innovationsausschuss, welche Ideen zur Ausarbeitung eines Vollantrags gefördert werden. Die Anträge können ausschließlich in elektronischer Form über das Internetportal des mit der Abwicklung der Fördermaßnahmen beauftragten Projektträgers, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR), eingereicht werden. Die Einreichungsfrist endet am 1. Juni 2021 um 12.00 Uhr.

Zum vollständigen Text und Download

Durchführbarkeit von Rehasport (Lungensport) zu Pandemiezeiten

Stellungnahme der AG Lungensport vom 08.03.2021 (Autoren Prof. Dr. H. Worth, Dr. S. Teschler)

Training, z. B. in ambulanten Lungensportgruppen, verbessert die Belastbarkeit von chronisch Lungenerkrankten. Diese Therapieoption hilft den Betroffenen trotz eingeschränkter Lungenfunktion den Alltag leichter zu bewältigen und Lebensqualität zu gewinnen. Lungensport ist eine medizinisch notwendige Leistung. Die im Rehasport geforderte Fläche von 5qm/Teilnehmer übertrifft den geforderten Mindestabstand von 1,50 m weit. Im Rahmen des Rehabilitationssports ist die Nachverfolgbarkeit von möglichen Infektionen „systembedingt" zu 100% gegeben. Die AG Lungensport fordert, dass Lungensport unter Beachtung entsprechender Schutz- und Hygienekonzepte unter fachlicher Leitung stattfinden kann.

Download: Stellungnahme AG Lungensport zur Durchführbarkeit von Rehasport (Lungensport) zu Pandemiezeiten

 

 

Stellungnahme der DGPR und DGRW zum Beschlussentwurf der STIKO zur 3. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung

11.03.2021: Die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V. (DGPR) und die Deutsche Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW) haben im Zuge eines weiteren Verbändebeteiligungsverfahrens eine Stellungnahme zum Beschlussentwurf der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut (RKI) zur 3. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung verfasst der STIKO überstellt.

Darin wird für Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz zwingend eine Allokation in die Risikogruppe mit „hoher Priorität“ (Stufe 3) empfohlen.

Download: Stellungnahme der DGPR und DGRW zum Beschlussentwurf der STIKO zur 3. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung

Stellungnahme der DGK und DGPR zum BMG-Referentenentwurf Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2

04.03.2021: Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) und die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen e.V. (DGPR) haben im Zuge eines Verbändebeteiligungsverfahrens zur Weiterentwicklung der „Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV)“ eine gemeinsame Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) verfasst und dem BMG überstellt.

Die Stellungnahme fokussiert auf die §§ 2 und 3 im BMG-Referentenentwurf und bittet insbesondere um Berücksichtigung der Eingaben beider Fachgesellschaften in Bezug auf die Definition von Gruppen mit höchster, hoher und erhöhter Priorität.

Download: Stellungnahme der DGK und DGPR zum BMG-Referentenentwurf Verordnung zum Anspruch auf Schutzimpfung gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Impfverordnung – CoronaImpfV)

 

 

Stellungnahme: Wirksamkeit und Einsatz der derzeit vorhandenen SARS-CoV-2-Impfstoffe in Deutschland

Diese Stellungnahme wurde am 17.02.2021 von der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie und der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie erstellt. Stand 23.02.2021 wird die Stellungnahme von 17 weiteren wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) unterstützt.Diese Stellungnahme wurde am 17.02.2021 von der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (Prof. Dr. med Johannes Hübner und Prof. Dr. med. Tobias Tenenbaum) und der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (Prof. Dr. med Bernd Salzberger) erstellt. Stand 23.02.2021 wird die Stellungnahme von 17 weiteren wissenschaftlichen medizinischen Fachgesellschaften und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) unterstützt.

Download: Wirksamkeit und Einsatz der derzeit vorhandenen SARS-CoV-2-Impfstoffe in Deutschland

 

Konsentiertes Rahmenkonzept der DGPR und DGPPR für psychokardiologische Rehabilitationsangebote veröffentlicht

Februar 2021: Die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) hat in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Klinische Psychotherapie und Psychosomatische Rehabilitation (DGPPR) ein Rahmenkonzept für psychokardiologische Rehabilitationsangebote konsentiert und veröffentlicht.

Hintergrund: In Deutschland sind sowohl für Herz-Kreislauf-Erkrankungen als auch für psychische Erkrankungen Rehabilitationsverfahren etabliert. Die Therapie einer relevanten Komorbidität von Patienten der jeweiligen Fachgebiete, wie sie z.B. für Herz-Kreislauferkrankungen mit dem gleichzeitigen Auftreten von Depression, Angststörung und posttraumatischer Belastungsstörung häufig zu finden ist, wird aber in den bestehenden rehabilitationstherapeutischen Konzepten zu selten abgebildet. Dabei gibt es zunehmend Rehabilitationskliniken, die sich dieser Patientengruppe im Sinne einer „dualen“ psychokardiologischen Rehabilitation annehmen. Mit dem unter Beteiligung der nationalen Fachgesellschaften entwickelten Rahmenkonzept wird jetzt ein solches kombiniertes komplexes Verfahren für die psychokardiologische Rehabilitation vorgestellt. Das Rahmenkonzept kann in einem nächsten Schritt als Grundlage für die Entwicklung von Therapiestandards für die Kostenträger und für Rehabilitationskliniken dienen.

Download: Rahmenkonzept für psychokardiologische Rehabilitationsangebote

 

Neue Vergütungssätze für Herzgruppen ab 01.01.2021

Mit dem Verband der Ersatzkassen (vdek) wurden neue Vergütungssätze im Rehabilitationssport vereinbart. Ab 01.01.2021 gelten neue Vergütungssätze, für die bis zum 30.06.2021 ein Corona-Zuschlag von 10% gezahlt wird. Ab dem 01.07.2021 gelten die regulären Vergütungssätze.

Pos.-Nr.

Bezeichnung

Preis 2020


in EUR

Ab 01.07.2021


in EUR

01.01. – 30.06.2021
mit Corona-
Zuschlag 10%

in EUR

604504

Rehabilitationssport
in Herzgruppen

8,80

9,20

10,12

604508

Rehabilitationssport
in Kinderherzgruppen

16,60

17,00

18,70

604514

Rehabilitationssport
in Herzinsuffizienzgruppen

16,60

17,00

18,70

604711 -604718

Gesundheitsbildungs-
maßnahmen in Herzgruppen

9,00

9,00

9,90

Die Vereinbarung ist bis zum 31.12.2022 gültig.

Bitte beachten Sie, dass auf Landesebene von den DGPR-Landesorganisationen mit den Primärkassen davon abweichende Vergütungssätze vereinbart werden können. Die Ergebnisse der Verhandlungen auf Landesebene werden auf den Internetseiten der Landesorganisationen veröffentlicht.

Herzinsuffizienzgruppen können seit dem 01.01.2020 gegründet und durch die Einführung einer neuen Positionsnummer (604514) mit einem höheren Vergütungssatz abgerechnet werden. Ermöglicht wurde dies durch die Vorlage eines DGPR-Positionspapiers, das vom Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (MDS) geprüft und im Herbst 2019 allen gesetzlichen Krankenkassen sowie der DRV Bund zur Verfügung gestellt wurde. Das Positionspapier ist im Mitgliederbereich als Download verfügbar.

Interessierte Vereine, Rehabilitationseinrichtungen und andere medizinische Einrichtungen können sich bereits jetzt bei den Landesorganisationen der DGPR nach den Gründungsvoraussetzungen für Herzinsuffizienzgruppen informieren.

Stellungnahme der DGPR zum Rehabilitationssport in Herzgruppen im Kontext der Corona-Pandemie

Update 23.11.2020:

Die DGPR hat eine weitere Stellungnahme zum Rehabilitationssport in Herzgruppen im Kontext der Corona-Pandemie verfasst und unter anderem an folgenden Empfängerkreis übermittelt: Bundeskanzlerin, Bundesgesundheitsminister, Bundesinnenminister, alle Ministerpräsident*innen der Länder, Minister*innen und Senator*innen der Länder für Gesundheit sowie Minister*innen und Senator*innen der Länder für Sport.

Darin fordert die DGPR, vor dem Hintergrund der auf Länderebene teils unterschiedlichen Corona-Bekämpfungsverordnungen und Auslegungshilfen, den ärztlich verordneten und medizinisch indizierten Rehabilitationssport in Herzgruppen in den Verordnungen des Bundes und der Länder künftig explizit als „medizinisch notwendige Leistung“ aufzuführen sowie die Durchführung bundesweit flächendeckend zu ermöglichen und zu harmonisieren.  

Die vollständige Stellungnahme, exemplarisch an den Bundesgesundheitsminister, können Sie hier runterladen. DGPR-Stellungnahme zum Rehabilitationssport in Herzgruppen im Kontext der Corona-Pandemie

 

DGPR zum Rehabilitationssport in Herzgruppen im Kontext der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnungen

DGPR zum Rehabilitationssport in Herzgruppen im Kontext der aktuellen Corona-Bekämpfungsverordnungen

2. November 2020: Laut des am 2. November in Kraft getretenen (und derzeit bis 30.11. gültigen) Beschlusses von Bund und Ländern zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie bleiben „Medizinisch notwendige Behandlungen, zum Beispiel Physio-, Ergo und Logotherapien sowie Podologie/Fußpflege, […] weiter möglich.“ Der Rehabilitationssport in Herzgruppen ist hier nicht ausdrücklich erwähnt.

Wie inzwischen ersichtlich ist, nehmen einige der gerade veröffentlichten Corona-Bekämpfungsverordnungen der Bundesländer „medizinisch notwendige Behandlungen“, andere auch explizit den „Rehabilitationssport“ als medizinisch notwendige Behandlung vom Durchführungsverbot aus (siehe z.B. Hessen, Anlage S. 13 „Sportbetrieb“). Allerdings sind einige Verordnungen teilweise schwierig umzusetzen, indem sie Reha-Sport grundsätzlich erlauben, aber auf sonstige Einschränkungen verweisen. Am Beispiel Rheinland-Pfalz: Hier ist der Rehasport erlaubt, es gelten aber die Kontaktbeschränkungen (2 Personen), wodurch die Durchführung praktisch nicht möglich ist. Dazu kommt, dass viele Landkreise und Städte als Träger die öffentlichen Sporthallen und Sportplätze für den gesamten außerschulischen Betrieb geschlossen haben.  

Grundsätzlich ist Rehabilitationssport in Herzgruppen eine ärztlich verordnete und medizinisch indizierte Therapie und keine Freizeitaktivität. Die verbindliche Entscheidung über die Frage zur Weiterführung des Rehabilitationssports regeln jedoch die Verordnungen der Landesregierungen der jeweiligen Bundesländer bzw. die Gesundheitsämter der Landkreise bzw. Städte vor Ort. Das hat auch der Verband der Ersatzkrankenkassen (vdek) auf telefonische Nachfrage bestätigt.

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Positionspapier der DGK und DGPR zur ärztlichen Betreuung in Herzgruppen

Oktober 2020: Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK) hat in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) ein Positionspapier zur ärztlichen Betreuung in Herzgruppen ambulanten Herzgruppen veröffentlicht.

Dieses Positionspapier ist eine Stellungnahme, die die aktuelle Situation der ambulanten Herzgruppen in Deutschland analysiert und neue Konzepte aufzeigen möchte, wie diese in Zukunft – angepasst an aktuelle medizinische Fortschritte und veränderte Versorgungsstrukturen – realisiert werden können.

Link zum Positionspapier auf der DGK-Homepage: Ärztliche Betreuung von ambulanten Herzgruppen. Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung (DGK) in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR).

 

Abgesagt! 47. DGPR-/ALKK-Jahrestagung 2020

Nähere Informationen dazu auf der Kongress-Homepage: www.dgpr-alkk-kongress.de

 

S3–Leitlinie zur kardiologischen Rehabilitation im deutschsprachigen Raum Europas (D-A-CH)

S3–Leitlinie zur kardiologischen Rehabilitation im deutsch­spra­chigen Raum Europas (D-A-CH) ist veröffentlicht

DGPR in Kooperation mit ÖKG und SGK

Januar 2020: Nach der konstituierenden Sitzung des Leitungskomitees am 24. September 2014 in Frankfurt am Main ist die erste S3–Leitlinie zur Kardiologischen Rehabilitation (LL-KardReha) im deutschsprachigen Raum Europas, Deutschland, Österreich, Schweiz (D-A-CH) nach einem gut fünfjährigen Entwicklungsprozess am 10.01.2020 von der AWMF anerkannt und veröffentlicht worden. AWMF Register-Nr. 133-001. https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/133-001.html

weiterlesen:

Herzgruppen für Patienten mit hohem kardiovaskulärem Ereignisrisiko – Herzinsuffizienzgruppen

Die DGPR hat im Sommer 2019 einen Artikel über Herzinsuffizienzgruppen in der Zeitschrift Diabetes, Stoffwechsel und Herz veröffentlicht. Patienten mit hohem kardiovaskulärem Ereignisrisiko, vornehmlich schwer herzinsuffiziente Patienten, können in regulären Herzgruppen nicht aufgenommen werden, weil sie nicht ausreichend belastbar sind und eine intensivere Betreuung benötigen. Vor diesem Hintergrund hat die DGPR die Grundlagen für Herzinsuffizienzgruppen erarbeitet, die auf die Bedürfnisse dieser Hochrisikopatienten ihren Fokus setzt. Ausführliche Informationen enthält das DGPR-Positionspapier "Die Herzinsuffizienzgruppe", das im Mitgliederbereich als Download zur Verfügung steht. Ab 2020 können auf dieser Basis erste Herzinsuffizienzgruppen gegründet werden. Weitere Auskünfte erteilen die Landesorganisationen der DGPR, die als anerkennende Stellen für zukünftige Herzinsuffizienzgruppen in Frage kommen.

Download Original-Beitrag Diabetes, Stoffwechsel und Herz, Band 28,4/2019

3. Auflage der NVL Chronische Herzinsuffizienz veröffentlicht

Apl. Prof. Dr. Axel Schlitt und Univ.-Prof. Dr. med. Martin Halle als DGPR-Vertreter Mitautoren

Berlin 10/2019: Die 3. Auflage der NVL Chronische Herzinsuffizienz ist im Oktober 2019 erschienen. An der Erstellung waren Vertreter von 20 Fachgesellschaften und Organisationen beteiligt. Die Inhalte der Kapitel zu Diagnostik, Therapieplanung, nicht-medikamentöser Therapie, Komorbiditäten, akuter Dekompensation, Rehabilitation und Palliativversorgung wurden komplett überarbeitet. Die 3. Auflage betont einen individuellen Behandlungsansatz, der Begleiterkrankungen, psychosoziale Aspekte und Präferenzen der Patienten mit berücksichtigt. Diskutiert werden beispielsweise der Stellenwert körperlichen Trainings, Besonderheiten der Behandlung bei Ko- und Multimorbidität, Kriterien für eine stationäre Einweisung, Indikationen für Reha-Maßnahmen und die frühzeitige Planung für palliative Situationen. Als integraler Bestandteil der NVL wurden im Zuge der Überarbeitung weitere Patientenblätter zu wichtigen Entscheidungs- oder Informationssituationen entwickelt.

Als Mitautoren für die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) waren apl. Prof. Dr. med. Axel Schlitt, MHA, und Univ.-Prof. Dr. med. Martin Halle beteiligt. Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundesärztekammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Mit der Durchführung wurde das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin beauftragt.

www.herzinsuffizienz.versorgungsleitlinien.de

 

Behandlungspfad der DGPR für Patienten mit Typ-2-Diabetes (T2DM) und etablierter arteriosklerotischer kardio-vaskulärer Erkrankung (ASCVD) in der Rehabilitation

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

neben den kardiologischen und angiologischen Hauptdiagnosen, nimmt die Zahl der Patienten mit Typ 2 Diabetes Mellitus in der kardiologischen Rehabilitation weiterhin zu. Die positive Beeinflussung des Lebensstils ist unverändert die Basis der medizinischen Rehabilitation in dieser speziellen Kohorte.

Darüber hinaus konnte in aktuellen Studien mit neuen Medikamenten jedoch nicht nur eine Verbesserung des Blutzuckers sondern auch eine signifikante Senkung der Morbidität und Mortalität in diesem Hochrisiko-Kollektiv erzielt werden. Daher haben wir in einer kleinen Arbeitsgruppe der DGPR mit Frau Dr. Guha, Herrn Prof. Völler, Herrn Prof. Schlitt und mir sowie mit Herrn Prof. Schwarz als Vertreter der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) einen Behandlungspfad für Patienten mit Diabetes mellitus und KHK in der Kardiologischen Rehabilitation erarbeitet (mit Unterstützung von MSD).

Die Arbeitsgruppe Prävention der Deutschen Diabetes Gesellschaft und die Kommission Forschung und Wissenschaft der DGPR haben diesen Therapiepfad diskutiert und anerkannt. Auch das Präsidium der DGPR hat diese Handlungsempfehlungen verabschiedet.

Daher möchten wir diesen Diabetes Pfad nunmehr allen Mitgliedern der DGPR und den Mitgliedskliniken zur Verfügung stellen.

Download: Behandlungspfad der DGPR für Patienten mit Typ-2-Diabetes (T2DM) und etablierter arteriosklerotischer kardio-vaskulärer Erkrankung (ASCVD) in der Rehabilitation

Mit herzlichen Grüßen

Ihr Bernhard Schwaab

 

DGPR wählt neues Präsidium

Prof. Dr. med. Bernhard Schwaab neuer Präsident – Dr. med. Eike Langheim 2. Vizepräsident für Finanzen

BERLIN. Im Rahmen der 46. DGPR-Jahrestagung wurde das Präsidium der DGPR in der Mitgliederversammlung am 14.06.2019 für die Amtszeit von vier Jahren neu gewählt.

Neuer DGPR-Präsident ist Prof. Dr. med. Bernhard Schwaab Präsident (Curschmann Klinik Timmendorfer Strand, links im Bild). Er folgt auf Dr. med. Manju Guha (Präsidentin von 2013 – 2019, r.), die im Sinne der Amtszeitenbegrenzung nicht mehr zur Wiederwahl stand. Wiedergewählt als 1. Vizepräsident wurde apl. Prof. Dr. med. Axel Schlitt (Paracelsus Harz-Klinik Bad Suderode) Neugewählt als 2. Vizepräsident für Finanzen wurde Dr. med. Eike Langheim (Reha-Zentrum Seehof, Teltow). Komplettiert wird das Präsidium von Dr. Annett Salzwedel (Potsdam) als Vorsitzende der Kommission Qualitätssicherung, PD Dr. med. Kurt Bestehorn (Zell) als Vorsitzender der Kommission Forschung und Wissenschaft, Dr. med. Robert Nechwatal (Heidelberg) als Vorsitzender der Kommission Angewandte Prävention, Dr. med. Elisabeth Schieffer (Hannover) als Vorsitzende der Kommission Angewandte Rehabilitation und Gunnar Thome (Wandlitz) als Beisitzer.

Ebenfalls ausgeschieden aus dem Präsidium sind Helmut Röder, Dr. med. Ernst Knoglinger und Dr. phil. Petra Pfaffel.

zum Download der vollständigen Pressemitteilung

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Verleihung der Peter-Beckmann-Medaille 2019

DGPR verleiht Peter-Beckmann-Medaille an Professor Harry W. Hahmann, Isny im Allgäu

Mediziner, Wissenschaftler, Diplomat und Philanthrop

BERLIN. Professor Dr. med. Harry W. Hahmann (68, Foto r.) aus Isny
im Allgäu wurde im Rahmen der 46. Jahres­tagung der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauf­erkrankungen (DGPR) am 14. Juni 2019 die Peter-Beck­mann-Medaille verliehen. Er erhielt die mit der Ehrenmitglied­schaft verbundene Auszeichnung für die großen Verdienste um das herausragende Engagement für die DGPR als Fachgesellschaft und die kardiologische Reha­bilitation auf nationaler und grenzübergreifender Ebene.

„Die DGPR ehrt heute eine ihrer herausragendsten Persönlichkeiten, einen ehrgeizigen Wissenschaftler und hartnäckigen, unnachgiebigen Streiter für die kardiologische Rehabilitation und die Reha-Nachsorge. Es freut mich persönlich ganz besonders, dass ich ‚meinem Präsidenten‘, der mir dereinst den Staffelstab übergeben hatte und der mir stets ein Vorbild in Sachen Durchsetzungskraft bei gleichzeitig harmonischer Führung und höchster Diplomatie auf dem politischen Parkett war, die Peter-Beckmann Medaille überreichen darf“, konstatierte die scheidende DGPR-Präsidentin Dr. med. Manju Guha (l.) in ihrer Laudatio das langjährige und vielschichtige Wirken ihres Vorgängers (2010 - 2013) in der DGPR.

zum Download der vollständigen Pressemitteilung

 

Aktualisierter „Therapiepfad für Patienten mit ACS und Dyslipidämie in der kardiologischen Rehabilitation“

Berlin 06/2019: Die DGPR hat im Rahmen ihrer 46. Jahrestagung vom 14. – 15.06.2019 den aktualisierten „Lipidpfad“ zur Behandlung kardiovaskulär erkrankter Patienten in der kardiologischen Rehabilitation veröffentlicht. Die Überarbeitung des Lipidpfades (in der Ursprungsversion vom 28.04.2017) wurde in einer DGPR-Arbeitsgruppe (M. Guha, C. Bongarth, E. Knoglinger, H. Völler, A. Schlitt, B. Schwaab) vorgenommen. Hintergrund ist, dass in der Zwischenzeit neue Medikamente zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen zugelassen und teilweise auch neue Zielwerte festgelegt worden sind. Der überarbeitete Lipidpfad bildet die aktuellen wissenschaftlichen Daten aus den jüngsten Studien, die Eingang in die aktuell gültigen Leitlinien gefunden haben, ab.

Die unverzügliche Koronarrevaskularisation des akuten Myokardinfarktes reduziert signifikant die Morbidität und Mortalität dieser Patienten. Im Anschluss an die Akutversorgung ist jedoch eine konsequente Sekundärprävention unerlässlich, um den progredienten Verlauf der Arteriosklerose aufzuhalten. Durch die Optimierung der Evidenz basierten Medikation und die Etablierung eines gesunden Lebensstils werden Morbidität und Mortalität weiter signifikant gesenkt. Die Handlungsanweisung können Sie gerne wieder als alltägliches Hilfsmittel in den Rehabilitations-Ein­rich­tungen einsetzen. Erneut werden Empfehlungen im Entlassungsbrief für die weitere Nachsorge gegeben.

Download: „Therapiepfad für Patienten mit ACS und Dyslipidämie in der kardiologischen Rehabilitation“

Herzgruppen in Deutschland: Hintergründe, Rahmenbedingungen und aktuelle Situation

Die DGPR hat im November 2018 einen Artikel über Herzgruppen in Deutschland in der Zeitschrift Diabetes, Stoffwechsel und Herz veröffentlicht. Der Artikel gibt einen Überblick über die Anfänge der Herzgruppen bis hin zur aktuellen Situation. Es werden differenzierte Herzgruppenmodelle skizziert, in denen der Arzt zukünftig unterschiedlich stark involviert sein könnte. Wesentliches Kriterium hierbei ist der Schweregrad der zugrundeliegenden Herzerkrankung.

Download Original-Beitrag Diabetes, Stoffwechsel und Herz, Band 27,6/2018

Curriculum Herzgruppenleiter der DGPR – Innere Medizin

Die DGPR hat Anfang 2018 ein neues Curriculum für Übungsleiter erarbeitet, die sich nun im Bereich Innere Medizin von den Landesorganisationen der DGPR fortbilden lassen können.

„Mit dieser neuen Fortbildungsmöglichkeit der DGPR sind Übungsleiter nunmehr in der Lage, außer Herzgruppen auch Diabetes-, Lungen- und Gefäßsportgruppen sowie Rehasportgruppen für Nierenkranke zu leiten“, so Gunnar Thome, Diplom-Sportpädagoge, zweiter Vorsitzender des Landesverbandes Brandenburg für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen und zuständig für Aus- und Weiterbildung, der das Curriculum maßgeblich erstellt hat.

„Im Referententeam sind Ärzte, Sportwissenschaftler und Sportpädagogen, Ernährungswissenschaftler, Psychologen und Rettungssanitäter, die über langjährige Erfahrungen im Rehasport verfügen. Dadurch werden alle relevanten Inhalte des ganzheitlichen Ansatzes der Rehabilitation für die praktische Tätigkeit von Übungsleitern in Rehasportgruppen auf anschauliche Weise und leicht verständlich vermittelt“, führt Gunnar Thome weiter aus.

Das Curriculum wird von der Deutschen Gesellschaft für Angiologie – Gesellschaft für Gefäßmedizin (DGA) mitgetragen; in Brandenburg konnten Referenten der DGA für das pAVK-Modul gewonnen werden. Die Ausbildung wird bereits nach dem neuen Curriculum durchgeführt.

„Insbesondere Herzgruppen-Übungsleiter profitieren durch ihre bereits hoch qualifizierte Ausbildung im Bereich der Herz- und Kreislauferkrankungen von der Expertise der DGPR und ihrer Landesorganisationen und haben nun die Chance, sich auch im Bereich der Inneren Medizin fortzubilden. Die Rückmeldungen zeigen uns, dass wir mit dieser neuen Fortbildungsmöglichkeit auf dem richtigen Weg sind und ein gut nachgefragtes Fortbildungsangebot entwickelt haben“, so Frau Dr. med. Manju Guha, Präsidentin der DGPR.

Die Fortbildungsmöglichkeit wurde dem Verband der Ersatzkassen (vdek) sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) angezeigt und kann damit bundesweit angeboten und durchgeführt werden. Ansprechpartner für interessierte Übungsleiter sind die Landesorganisationen der DGPR. Das Curriculum steht im Mitgliederbereich als Download zur Verfügung.

DGPR-Flyer-Serie Herz-Kreislauf-Prävention

Die DGPR hat eine Flyer-Serie zur Prävention von Herz-Kreislauferkrankungen aufgelegt:

„Herzgesundes Bewegen“ – „Herzgesunde Ernährung“ – „Herzgesundes Entspannen“ – „Herzgesunde Alltagspausen“.

Weitere Informationen

Information für Reha-Kliniken zum Entlassmanagement

Die DGPR hat ein Informationsschreiben für Rehabilitationskliniken zum Entlassmanagement ab 01.10.2017 erstellt.

Download: Information zum Entlassmanagement ab 01.10.2017

BASt-Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung 12/2016

Kommentar von

Axel Schlitt

Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR)

(axel.schlitt@paracelsus-kliniken.de)

Die Empfehlungen zur Verkehrstauglichkeit haben uns in der kardiologischen Rehabilitation in den letzten Jahren vor ein Dilemma gestellt: Zum einen wussten wir, dass wir entsprechend des Positionspapiers der DGK zur „Fahreignung bei kardiovaskulären Erkrankungen“ (Klein HH et al. Kardiologe 2010. DOI 10.1007/s12181-010-0308-9) unter aktuellen wissenschaftlichen Gesichtspunkten  und moderner Therapie die meisten unserer Patienten früh wieder in den Straßenverkehr lassen könnten, aber wir wussten auch, dass man laut der Fahrerlaubnisverordnung im Schadensfall juristisch anfechtbar war, wenn man Patienten nach Myokardinfarkt oder Herzoperation kein dreimonatiges Autofahrverbot auferlegte.

Dem hat die Bundesanstalt für Straßenwesen Rechnung getragen und in Ihrer aktuellen Begutachtungsleitlinie zur Kraftfahreignung nach langem Erstellungsprozess im Dezember verbindliche und der aktuellen Datenlage entsprechende Empfehlungen für herzkranke Patienten (Kapitel 3.4, Link unter http://www.bast.de/DE/Verkehrssicherheit/Fachthemen/BLL/BLL-Download.html) formuliert. So können z.B. Patienten, die ein akutes Koronarsyndrom nach komplikationslosem Verlauf ohne Einschränkung der linksventrikulären Ejektionsfraktion (LVEF) überstanden haben, direkt wieder aktiv als Privatfahrer (Gruppe 1) von PKW und Motorrädern am Straßenverkehr teilnehmen. Einschränkungen bestehen jedoch unter anderem für Patienten nach internem Cardioverter-Defibrillator (ICD), Berufskraftfahrer (Gruppe 2) und für Patienten mit einer LVEF < 35%. Es gilt weiterhin zu beachten, dass die Einteilung in Gruppe 1 und Gruppe 2 entsprechend der EU-Führerscheinrichtlinie vorgenommen wird:

  • Gruppe 1: Führer von Fahrzeugen der Klassen A, A1, A2, B, BE, AM, L, T
  • Gruppe 2: Führer von Fahrzeugen der Klassen C, C1, CE, C1E,

Wir danken den Autorinnen Dr. med. Nicole Gräcmann und Dr. med. Martina Albrecht und weiterhin exemplarisch Prof. Dr. med. H.H. Klein für die an diesem Erstellungsprozess beteiligten Kolleginnen und Kollegen.

Zu: Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung, Bundesanstalt für Straßenwesen, Bergisch Gladbach, Stand 2016

 

CROS-Meta-Analyse

Meta-Analyse CROS – bis zu 50 % Mortalitätsreduktion durch Rehabilitation!

Eine europäische Autorengruppe unter der Leitung von Prof. Dr. med. Bernhard Rauch, Ludwigshafen, konnte in einer Meta-Analyse den positiven Effekt kardiologischer Rehabilitation bei Patienten mit koronarer Herzerkrankung nachweisen.

„The prognostic effect of cardiac rehabilitation in the era of acute revascularization and statin therapy: A systematic review and meta-analysis of randomized and non-randomized studies – The Cardiac Rehabilitation Outcome Study (CROS)” wurde im European Journal of Preventive Cardiology (EJPC) veröffentlicht und konnte den 1. Posterpreis in der Kategorie „Prevention and Rehabilitation” beim Kongress der European Society of Cardiology im August 2016 in Rom gewinnen. Nachdem die CROS-Gruppe (u.a. mit Hilfe von privaten Aufwendungen) die Veröffentlichungsrechte vom SAGE-Verlag erworben hat, kann die Publikation hier direkt von der DGPR-Homepage oder per „open-access“ heruntergeladen werden. Die DGPR dankt den Initiatoren.

Download: Originalpublikation: The prognostic effect of cardiac rehabilitation in the era of acute revascularization and statin therapy: A systematic review and meta-analysis of randomized and non-randomized studies – The Cardiac Rehabilitation Outcome Study (CROS)

Download: Poster ESC-Kongress 2016: The Cardiac Rehabilitation Outcome Study (CROS)

Die Publikation ist auch per „open-access“-Link zugänglich:

Eur J Prev Cardiol. 2016 Dec; 23(18): 1914–1939. Published online 2016 Oct 24. doi: 10.1177/2047487316671181

Bewegungstherapie und Patientenschulung bei Herzinsuffizienz

Patientenschulung und moderate Bewegungstherapie – oft vergessene Aspekte der leitliniengerechten Behandlung von chronischer Herzinsuffizienz

Die Anzahl der Patienten, die wegen einer Herzinsuffizienz in Krankenhäusern behandelt werden muss, nimmt seit vielen Jahren ständig zu. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Insgesamt ist es eine Erkrankung, die statistisch ab dem 70. Lebensjahr immer öfter diagnostiziert wird. In Deutschland leben aktuell knapp über 2 Millionen Menschen mit dieser Erkrankung.

Die Gesamtheit der medizinischen Behandlungsmöglichkeiten hat sich in den letzten drei Jahrzehnten erheblich verbessert, aber die Sterblichkeit ist und bleibt trotzdem recht hoch. Wegen der hohen Bedeutung dieser Erkrankung gibt es inzwischen auch eine Nationale VersorgungsLeitlinie Chronische Herzinsuffizienz, aktualisiert August 2009 (www.herzinsuffizienz.versorgungsleitlinie.de) und eine Leitlinie für die Diagnose und Behandlung der akuten und chronischen Herzinsuffizienz der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie, aktualisiert 2012 (http://leitlinien.dgk.org/2013/pocket-leitlinie-herzinsuffizienz-update-2012/). In beiden Grundlagenwerken wird jeweils in einem Kapitel (H 8; 9.) auf die Bedeutsamkeit von „ganzheitlicher Behandlung“ bzw. „nichtpharmakologischer Therapie“ wissenschaftlich begründet verwiesen. Gemeint ist konkret die „Etablierung eines regelmäßigen körperlichen Trainings“ und die „Schulung des Patienten“.

Bewegungstherapie und Patientenschulung sind Kernbestandteile von kardiologischer Qualitätsrehabilitation. In Anlehnung an die nationalen und internationalen Leitlinien ist eine auf Herzinsuffizienz ausgerichtete Rehabilitation in einer kardiologischen Rehabilitationsklinik für alle betroffenen Patienten dringlich angezeigt, die Möglichkeiten müssen vermehrt genutzt werden!

Hierauf weist Dr. Rainer Schubmann aus der Dr. Becker Klinik Möhnesee in einem Artikel in einer Beilage vom deutschen Ärzteblatt vom Oktober diesen Jahres ausdrücklich hin. Hier der Link:

https://www.aerzteblatt.de/archiv/182938/Bewegungstherapie-und-Patientenschulung-Nicht-genuegend-eingesetzt

Behandlung nach MitraClip®-Implantation

Juni 2016: Die Behandlung von Patienten mit schwerwiegenden, symptomatischen  Herzklappenerkrankungen hat sich in den letzten Jahren revolutioniert. Während bis vor ca. 10 Jahren bei diesen Erkrankungen entweder eine Operation oder bei Inoperabilität eine konservative Therapie mit meist dann schlechter Prognose möglich waren, stellt die interventionelle Herzklappentherapie heutzutage eine Alternative dar. Hier repräsentieren die TAVI bei hochgradiger Aortenstenose und MitraClip® bei hochgradiger Mitralklappeninsuffizienz mittlerweile etablierte Therapien. Die Nachsorge dieser Patienten unter anderem in den Rehabilitationseinrichtungen ist für Patienten nach TAVI relativ gut beschrieben für Patienten nach MitraClip® liegen jedoch nur wenige publizierte Daten vor.

Aus diesem Grund hat sich eine Arbeitsgruppe aus Interventionalisten, niedergelassenen Kardiologen und Rehabilitationsmedizinern zusammengesetzt, um Empfehlungen für die Nachsorge nach MitraClip® zu formulieren. Der hier gezeigte Extrakt dieser Arbeit, die in der Zeitschrift Herz publiziert wird, stellt die Daten in komprimierter Form vor, um jetzt schon den mit der Behandlung dieser Patienten betrauten Ärzten erste Handlungsempfehlungen geben zu können.

apl. Prof. Dr. med. habil. Axel Schlitt
1. Vizepräsident der DGPR

Download: Behandlung nach MitraClip®-Implantation. Extended Abstract.

DGPR-Positionspapier Rehastandards nach VAD

Februar/März 2016: Das Positionspapier „Rehabilitationsstandards für die Anschlussheilbehandlung und allgemeine Rehabilitation für Patienten mit einem Herzunterstützungssystem (VAD – Ventricular Assist Device)“ ist als Clinical Research in Cardiology Supplement (CRICS) im Springer-Verlag Heidelberg erschienen. Gastherausgeber ist der Arbeitskreis VAD der DGPR. 

Download: „Rehabilitationsstandards für die Anschlussheilbehandlung und allgemeine Rehabilitation für Patienten mit einem Herzunterstützungssystem (VAD – Ventricular Assist Device)“

Das Positionspapier ist auch über einen „open access“ als Online-Version im Internet unter folgendem Link frei zugänglich

http://link.springer.com/journal/11789