Palm-Wissenschaftspreis

Ausschreibung: Wissenschaftspreis der Kurt und Erika Palm-Stiftung

Gemeinsamer Preis von Herzstiftung und DGPR

Bewerbungsschluss: 15. März des Jahres

Die Deutsche Herzstiftung vergibt gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) erneut den Wissenschaftspreis der Kurt und Erika Palm-Stiftung. Das Preisgeld beträgt 10.000 Euro und verteilt sich auf den Erstplatzierten mit 6.000 Euro, den Zweitplatzierten mit 3.000 Euro und den Drittplatzierten mit 1.000 Euro. Ausgezeichnet wird eine wissenschaftliche Arbeit aus dem Gebiet der Prävention und Rehabilitation von Herz- und Kreislauferkrankungen. Teilnahmeberechtigt sind in Deutschland tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die das 40. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Die Arbeit darf einen Gesamtumfang von 20 Seiten nicht überschreiten. Sie kann bereits veröffentlicht sein, jedoch nicht früher als in dem der Ausschreibung vorangegangenen Jahr. Titel und Zusammenfassung in deutscher Sprache sind den eingereichten Arbeiten grundsätzlich voranzustellen.

Die Bewerbungsunterlagen mit tabellarischem Lebenslauf und der Einverständniserklärung der Co-Autoren sowie deren Angabe zu ihren Arbeitsanteilen sind als PDF-Datei per E-Mail (forschung@herzstiftung.de) bis spätestens 15. März des Jahres einzureichen. Informationen zur Bewerbung sind abrufbar unter https://www.herzstiftung.de/palm-wissenschaftspreis.html
Alle Bewerbungen werden einem Gutachtergremium vorgelegt und von diesem nach einem Punktesystem bewertet.

Die Bewerber/innen verpflichten sich, im Falle der Prämierung eine allgemeinverständliche Kurzfassung für die Veröffentlichung in der Zeitschrift der Deutschen Herzstiftung HERZ HEUTE zu erstellen. Über die Vergabe der Preise entscheidet der Vorstand der Deutschen Herzstiftung im Einvernehmen mit den Gutachtern. Die Preisverleihung erfolgt im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) in Berlin (Juni). Weitere Informationen sind zu erhalten von Valerie Popp (Telefon 069 955128-119, E-Mail forschung@herzstiftung.de).

Informationen:
Deutsche Herzstiftung
forschung@herzstiftung.de
Telefon 069/955128-119
Bockenheimer Landstr. 94-96
60323 Frankfurt am Main
www.herzstiftung.de

Deutsche Herzstiftung und DGPR verleihen Wissenschaftspreis der Kurt und Erika Palm-Stiftung

Auszeichnung für vier Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

(Frankfurt a. M./Koblenz, 27. Juni 2019) Die Deutsche Herzstiftung hat gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (DGPR) zum zweiten Mal den Wissenschaftspreis der Kurt und Erika Palm-Stiftung vergeben. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert (1. Platz: 6.000 Euro, 2. Platz: 3.000 Euro, 3. Platz: 1.000 Euro). Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen der 46. DGPR-Jahrestagung in Berlin. Ausgezeichnet wurden Dr. Sportwiss. Thomas Schmidt, Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde, M.Sc. Seryan Atasoy, Helmholtz Zentrum München, PD Dr. med. Jelena Kornej, Herzzentrum an der Universität Leipzig und Dr. med. Moritz Biener, Universitätsklinikum Heidelberg. Die Verleihung wurde durch Dr. Manju Guha, Präsidentin der DGPR und Prof. Dr. Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung vorgenommen.

Der erste Preis wurde geteilt. Diesen erhielten Dr. Sportwiss. Thomas Schmidt, Institut für Herz-Kreislauf-Forschung, Schüchtermann-Klinik Bad Rothenfelde, für seine Arbeit „Körperliche Leistungsfähigkeit und hämodynamische Veränderungen bei Patienten mit einem linksventrikulären Herzunterstützungssystem (LVAD)“ sowie M.Sc. Seryan Atasoy, Helmholtz Zentrum München, Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), für ihre Arbeit „Association of hypertension cut-off values with 10-year cardiovascular-mortality and clinical consequences: a real-world perspective from the prospective MONICA/KORA study“.
Den zweiten Preis erhielt PD Dr. med. Jelena Kornej, Herzzentrum an der Universität Leipzig, für ihre Arbeit „Differentiation of Atrial Fibrillation Progression Phenotypes using Troponin T“.
Der dritte Preis ging an Dr. med. Moritz Biener, Klinik für Kardiologie, Angiologie und Pneumologie, Innere Medizin III, Universitätsklinikum Heidelberg, für seine Arbeit
„Risk prediction in stable cardiovascular disease using a highsensitivity cardiac troponin T single biomarker strategy compared to the ESC-SCORE“.
Guha kommentierte die Preisvergabe an Dr. Thomas Schmidt wie folgt: „Dieses Jury-Urteil freut mich besonders. Die LVAD- bzw. Kunstherz-Therapie als chirurgische Behandlungsoption der terminalen Herzinsuffizienz wird aufgrund des akuten Spendermangels weiter an Bedeutung gewinnen. Dr. Schmidt gehörte bereits einem Arbeitskreis unter Federführung der Schüchtermann-Klinik an, der 2016 ein Positionspapier der DGPR zu den Rehabilitationsstandards nach VAD-Implantation veröffentlicht hat. Bis dahin war über die Rehabilitation und Nachbetreuung dieser Patientengruppe noch relativ wenig bekannt.“

Anlässlich der Preisverleihung hob Professor Andresen die Wichtigkeit der Herz-Kreislaufforschung hervor. „Die Herzforschung trägt nachhaltig zum Fortschritt in der Herzmedizin bei. Durch die Erforschung neuer Diagnose-, Therapie- und Nachsorgeverfahren hilft sie, die Lebensqualität und Therapiesicherheit von Herzpatienten aller Altersgruppen zu verbessern und trägt zur Senkung der Herz-Kreislauf-Sterblichkeit bei. Herzforschung nutzt damit uns allen.“
Der Wissenschaftspreis ist nach seinen Stiftern Kurt und Erika Palm benannt. Aufgrund eigener leidvoller Erfahrungen mit Herzerkrankungen entschied sich das Ehepaar, einen Preis zu stiften.

Das Foto zeigt die Preisträger sowie Laudatoren von links nach rechts Dr. med. Manju Guha (DGPR), Dr. Sportwiss. Thomas Schmidt, M.Sc. Seryan Atasoy, PD Dr. med. Jelena Kornej, Dr. med. Moritz Biener, Prof. Dr. med. Dietrich Andresen (Deutsche Herzstiftung).
Foto: Peter Ritter (DGPR)